KAPITÄN PLATTE-Festival mit HALO OF PENDOR, NIHILING, THE HIRSCH EFFEKT, THE VON DUESZ & EF

8 Dez

KAPITÄN PLATTE lädt ein zu einem wunderschönen kleinen Festival mit Atem raubenden Live- Bands in das Forum in Bielefeld am 6.10.12 und 320 Gäste lassen sich das nicht entgehen.

Im Forum des Forums herrscht lockere Stimmung, weil Kapitän Platte ihr Glücksrad aufgebaut hat und den Teilnehmern damit eine riesige Freude bereitet. Kein Wunder, denn es gibt Buttons, Bags, T- Shirts, EPs und LPs des Plattenlabels zu gewinnen.

HALO OF PENDOR ist ein Soloprojekt von Daniel Öhmann von der Band EF und wird angekündigt als Ersatz für die Band INSTRUMENT, die absagen musste, weil sich der Bassist bedauerlicherweise den Unterarm gebrochen hat. Es folgt eine Mischung aus Samplern, Soundeffekten, Gesang und Gitarrenklängen. Versunken in seiner Welt wiegt sich Daniel im Takt wie ein Baum im Wind und nimmt wenig Kontakt zum Publikum während des Spielens auf. Er erzählt in den Pausen vom Alltagstrott des Tourlebens, vom vielen Unterwegs sein. Durch die netten Menschen, die er begegnet, fällt es ihm leichter die Sehnsucht nach der Heimat zu verkraften. Ein schöner Anfang mit leichter Schwerfälligkeit!

Ein Kuss der Bassistin und Kopfnickern werfen sich noch NIHILING gegenseitig zu und beginnen dann mit ihrer Gratwanderung zwischen Himmel und Hölle. Schwermütig, aber mit voller Energie schleichen sie sich ran und schlagen dann zu. Sie wirken wie ein exakt funktionierendes Uhrwerk. Selbst die kurze Rückkoppelung vom Mikrofon der Basserin wirkt wie gewollt und wenn sie singt, ist man überzeugt, dass es Engel wirklich gibt. Aber auch das Gegenstück, denn zur Halbzeit des Sets wird das Schlagzeug entdämpft und Rauch steigt auf. Der Gitarrist wirkt geradezu dämonisch, wenn er einen Schritt weg vom Mikro shoutet und spielt. Sie tanzen euphorisch und stecken das Publikum an. Sie verführen sie dazu passt wohl besser! Das Publikum ist wie gebannt und schwer angetan als NIHILING ihr letztes Lied spielen. Großartig!

Mit Hochspannung wird auf THE HIRSCH EFFEKT gewartet. Auf die Bühne gebeten werden jedoch SLAYER. Fast zum Verwechseln ähnlich, wenn dahinter nicht geniale Musiker stecken würden, die sich nicht vor Musikvielfältigkeit scheuen und in einem Song gleich mindestens acht verschiedene Musikgenres in Perfektion miteinander verbinden. Wie Kugeln einer Pistole hämmern die Beats auf einem ein und irgendwie kommt mir der Titel „Killing Me Softly“ in den Sinn. Einige singen sofort mit und gehen ab, andere sind einfach nur baff und klatschen noch etwas verhalten in der ersten Pause. Der Applaus wird nach dem ersten ruhigen Intro einer rockigen Ballade lauter und steigert sich nach jedem weiteren Song, bis sie toben! Zum Abschluss wird ein riesen Dank an Kapitän Platte ausgesprochen und dieses Label gefeiert! Der Auftritt dieser ganz speziellen Band hat das Publikum spürbar positiv aufgewühlt und Lust auf mehr geweckt. Einfach nur klasse!

fotosubjektiv_THE Beide Fotos in diesem Bericht sind von http://www.fotosubjektiv.de/,  vielen, vielen Dank!!

THE VON DUESZ beginnen mit einem ganz langsamen und eingängigen Beat, aber einem mächtigen Bass. Der Koffer ist gepackt und steht bereit für die Reise zu einem fremden Planeten, den diese drei Musiker mit verrückten Sounds und Effekten ausschmücken und immer wieder variieren. Der Saxophonist und Keyboarder spielen sich Töne zu als würden sie Tennis miteinander spielen. Auch das wunderschöne Bühnenlicht trägt dazu bei, dass der halbe Saal sich in einem Trance ähnlichen Zustand versetzen kann und im Takt tanzt. Ich vergesse die Zeit und bin verwundert als schon der letzte Song angekündigt wird, in dem es musikalisch fast zum Stillstand kommt und das Getümmel der Leute fast lauter wird. Doch die Spannung wird wieder durch ein lautes Getöse aufgebaut. Es klingt wie ein Bienenschwarm, der immer schneller wird und allmählich wieder langsamer, bis es ausklingt in einem grellen Licht eingehüllt und verschwindet. Ein auftankender Kurzurlaub in die Fremde geht zu Ende!

Tief versunken in Meditation betreten EF die Bühne und gehen im ersten Lied sofort nach vorne. Als ob man von einem aufbrausenden Meer umhüllt wird oder wie durch einen Herzschrittmacher angetrieben, gegen den Strom zu schwimmen. Die unverstärkten Schreie von Daniel verstummen in der Halle des Forums und verpassen mir eine Gänsehaut. Viel Bewegung herrscht auf der Bühne, nicht nur durch Schleuderwürfe der Gitarre, sondern auch durch Wechseln der Instrumente, mal eine Trommel, mal ein Klavier und auch mal ein Xylophon. „This is the last show of the tour and the next song is called `Hello Bielefeld`“ Die Bühne verwandelt sich in ein Gewitter aus Tönen und Farben. Beim letzten Lied wird ein Sampler mit einem Gedicht und einem Glockenspiel als Intro abgespielt. EF geben nochmal alles wie beim ersten Song, sodass die Leute lautstark eine Zugabe verlangen, die sie auch bekommen. Nach der ersten Zugabe steigt Qualm hoch, der sich zu einem Phönix entwickelt und sich langsam Richtung Publikum ausbreitet. Ein weiterer Sampler wird abgespielt und endet in einem Naturkatastrophen ähnlichen Spektakel. Daniel springt in die Menge und hält zum Schluss seine Gitarre triumphierend hoch. Um 1:20 Uhr bricht tobender, aber auch müder Applaus aus, zu Recht nach einem doch sehr langem Konzert! Grandios!!!

Dieser Abend wird ewig im Gedächtnis bleiben, denn so eine Zusammenstellung von ganz besonderen Bands wie diese ist ein einmaliges Erlebnis. Meine Empfehlung an alle, die nicht da waren, checkt die Tourdaten und geht zu einem Konzert von HALO OF PENDOR, NIHILING, THE HIRSCH EFFEKT, THE VON DUESZ und EF und lasst euch verzaubern.

CHECK THIS:

http://haloofpendor.blogspot.de/

http://www.nihiling.de/

http://www.thehirscheffekt.com/

http://www.thevonduesz.com/

http://www.myspace.com/ef

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TITLE FIGHT, MAKE DO AND MEND und LA DISPUTE im Knust in Hamburg am 30.9.12

1 Okt

Zugegeben, das ist das erste ausverkaufte Konzert, das ich besuche, obwohl ich die Bands nicht einmal wirklich kenne. Also total blauäugig!

MAKE DO AND MEND beginnen in dem wunderschönen großen Konzertsaal des Knust und schaffen eine gute Atmosphäre. Sie unterhalten mich, aber hauen mich noch lange nicht um. Obwohl mich die Sprechstimme des Sängers fasziniert, kann sie meine Aufmerksamkeit nur für ein paar Songs halten, denn irgendwie geht sie unter in den punkigen Riffs und den tobenden Beats. Auf „Are U still with us?“ kommen lautstark im ganzen Raum verteilte YEAHs zurück. Also ein gut in Szene gesetzter Auftakt für diesen Abend!

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TITLE FIGHT bringen meiner Meinung nach ein total lahmes Intro, bei dem ich mich frage, was soll mir das sagen? Oder  ist es  die Ruhe vor dem Sturm? Denn beim zweiten oder ersten richtigen Song fangen sie an zu toben. Genau wie das Publikum, ein Pit wird eröffnet! Ja sogar einige Stagediver nehmen ein paar Flugstunden! Zwischendurch nehme ich etwas Müdigkeit oder wenig Böcke von den Musikern wahr, die sie wieder durch viel Bewegung wegrocken. Ein arrangiertes Set wird geboten, vielleicht um nicht so viel Stille in den Pausen zu haben. Im Großen und Ganzen macht es Spaß, zuzusehen und mitzugehen!

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Zu meinem Erstaunen haben LA DISPUTE nicht lange auf sich warten lassen und fast unbemerkt einen Linecheck vorgenommen und mich und das Publikum ab der ersten Sekunde mitgerissen, ihre Show mit allen Sinnen zu genießen. Neue und alte Fans singen aus voller Kehle die prägnanten Textpassagen mit und moshen sich gegenseitig durch die Menge. Wie wunderbar abwechslungsreich diese Band ist, ist hört man in jedem Song. Ein wahnsinniges Feingefühl für Spannungsaufbau und -entladung! Doch was noch mehr beeindruckt, ist der Sänger, der einem nicht nur mit seiner Stimme und dieses unglaubliche Gefühl in ihr, sondern sein fesselnder Blick! Da hat es der Rest der großartigen Musiker nicht leicht, genauso Beachtung zu bekommen. Ich werde mich auf jeden Fall nach diesem grandiosem Konzert mit der Band beschäftigen, meine Neugier ist geweckt !!!

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Das war ein tolles Konzert! Wärmstens zu empfehlen!!!

Check this!!

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GETSOME und THE RUSTY ROBOTS im Straight Jackets- Clubraum in Elm

1 Okt

Premiere für GETSOME und Tauerspiel für THE RUSTY ROBOTS auf der Geburtstagsparty von Gallus 29.9.12

Vor versammelter Mannschaft gemischten Alters mit einer Differenz von mindestens 60 Jahren tritt die Zevener Band GETSOME auf, jetzt schon eine Legende mit der Vierer- Starbesetzung u.a. mit SlayerSören an den Drums! 😉 Ziemlich gemischte Gefühle erkennt man in den Gesichtern während des ersten Liedes. Ali der Sänger heizt sein Publikum mit einer kleinen Stripeinlage innerhalb einer Sekunde ein und nimmt sofort Kontakt auf mit guter HC- Manier! Trotzdem wird nur mit Kopfnicken oder Schütteln reagiert. Manu an der Gitarre und Ina  am Bass unterstützen Ali mit Crewshouts. Neben eigenen Songs mit vielen politischen Botschaften covern Getsome „A.C.A.B.“ von The 4 Skins und von Slime „Disco“ und wagen sich an John Lennons „Working Class Hero“ in ihrer Version. Das kommt gut an! Auch beim Geburtstagskind, der gleich zweimal aufgefordert wird, mitzuträllern. Also für das erste Mal vor Publikum nicht schlecht, aber da wird noch mehr gehen, definitiv! Aber seht und hört selbst!

https://www.youtube.com/watch?v=1_o129PpXAg&feature=player_embedded

Die Oldschool Psychobilly Band THE RUSTY ROBOTS aus Goslar haben das Pech, dass der Gastgeber ordentlich ausgibt, sodass gefühlt nur noch eine Hand voll um Mitternacht herum überhaupt merken, dass da eine Band LIVE spielt. Die andere Hand voll fähiger Zuhörer ist genervt von der Musikrichtung oder abgelenkt. Aber davon lassen sich die Musiker absolut nicht beirren, auch wenn der Applaus in dem Getümmel versinkt. Ihre ansteckende Spiellaune reicht für ganze zwei Sets und ein halbes, weil sich dann doch noch die Diversität der Gäste in eine Prügelei verwandelt und die Party unterbricht. Eine längere Diskussion lässt die Musiker beschließen, dies auch zu tun. Abbrechen, schade!

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Also ein sehr, sehr gemischter Abend, wohl als Prüfstand für wahre Freundschaften und Musikliebhaber an zu sehen! So stay true and check this!!!

https://www.facebook.com/GETSOMERWHC2011?fref=ts

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Erster Blogeintrag: The Beginning

28 Sep

Da hab ich es endlich mal geschafft, mir eine Blogseite einzurichten!

Hier wird es hauptsächlich Konzertreviews geben, denn was könnte es Schöneres geben?! Natürlich auch von meinen Reisen in ferne Länder, nur noch 4-5 Monate und dann gehts ab nach Australien!!!

Aber zunächst ist das nächste Ziel Hamburg, meine Perle!! Mit meinen Lieben Anke und Wiebke!! 🙂